Man kann unter Linux Festplatten schnell automatisch in Media Ordner des Benutzers mounten, indem man ihn einfach öffnet, bzw. im Dateimanager anklickt, das nervige dabei? Es gibt oft Probleme mit Rechten, Programmen(z.B. Steam), die die Festplatte nutzen möchten und oft muss man sein Passwort eingeben. Sofern man die Festplatten aber einmal ordentlich mit Fstab mountet und sofern ein Dualboot mit Windows vorhanden ist, eine Einstellung in Windows ändert, läuft es einfach ordentlich und OHNE Probleme.
Vorraussetzungen
- Eine Partition, die gemountet werden kann
- Ein funktionierendes Linux
YouTube Video
Kapitel im Video:
- 00:00 Intro
- 01:00 Windows passend konfigurieren
- 02:24 Festplatten unter Linux Mounten
- 09:55 Mounting testen
- 10:43 Outro
Windows passend konfigurieren
Eine Feature in Windows ist der sogenannte „Schnellstart“, welcher für einen PC sorgt, der schneler hochfährt, Problem ist nur, dass Windows alle Festpllaten, die es lesen kann bei dieser aktivierten Option so hinterlässt, dass man trotz ordentlichem Mount-Einträgen keine Rechte hat, sofern man diese Option in Windows aber deaktiviert, gibt es in der Regeln keine Probleme.
Um dieses Problem zu lösen öffnet du zuerst die mitterweile fast irrelevante Systemsteuerung (ja, die gibt es immernoch).

Als erstes gehst du in die Entergieoptionen

Dort gehst du dann auf die Optionen für das Drücken des Netzschalters(„Auswählen, was beim Drücken des Netzschalters geschehen soll“)

Dann gehst du auf „Einige Einstellungen sind momentan nicht verfügbar“

Dann deaktivierst du den Schnellstart, auch wenn er empfohlen ist, das ist der in einem Linux Dualboot NICHT und speicherst unten die Änderungen
Jetzt kansnt du wieder in dein Linux booten!
UUIDs der Paritionen herausfinden
Eine UUID ist der Identifier, womit das Linux System eine Partition identifizieren kann, welche wir benötigen, um die Festplatten ordentlich zu mounten
Dafür nutzen wir folgenden Befehl
sudo blkid

Der Ouput wird dann ähnlich aussehen, je nach dem, wie viele Festplatten & auch Partitionen bei dir vorhanden sind.
Ich habe jetzt einmal die Partitionen markiert, die für mich relevant sind. Normalerweise sind die an von dir erstellten Labels, oder den Dateisystemem für normal genutzte Platten erkennbar, also an z.B. ntfs, ntfs-3g, ext4, … oder halt Dateisysteme, die du auf diesen Platten mal eingerichtet hast
Festplatten mounten
Jetzt empfiehlt es sich, ein zweites Terminalfenster, oder einen zweiten Terminaltab zu öffnen, in dem du jetzt folgenden Befehl ausführst:
sudo nano /etc/fstab
In Fstab ist die Mountkonfiguration, wo wir gleich Einträge hinzufügen werden, wofür der Ouput von „sudo blkid“ wichtig ist!
Das es ja verschiedene Dateisysteme sind und für jedes die Berechtigungen anders eingestellt werden müssen, ist hier einmal der hinter Teil für die jew. Dateisysteme.
| Dateisystem | Anhang hinten dran |
| ntfs (TYPE ist am Ende folgendes: ntfs-3g) | defaults,nofail,uid=1000,gid=1000,umask=002,x-gvfs-show 0 0 |
| ext4 | defaults,x-gvfs-show 0 0 |
Dabei sind alles die Berechtigungen, außer „x-gvfs-show „, welches dafür sorgt, dass u.a. Nautilus (Dateimanager unter Gnome) die Platten auch als Festplatten anzeigt.
Das Mounting ist dann so aufgeteilt(vereinfacht, da die obere Tabelle angewendet werden kann):
| UUID | Mountpoint in /mnt, z.B. /mnt/sda5, /mnt/spiele, … (kann beliebig benannt werden, das ist dann halt der Ort im Linux Dateisystem) | Dateisysteme (ext4,ntfs-3g, etc) | Berechtigungen, etc. aka. Anhang(siehe Tabelle oben) |
Beispiel für NTFS-Parition „/dev/sda3, UUID=D67C70347C70120B“:
UUID=D67C70347C70120B /mnt/sda3 ntfs-3g defaults,nofail,uid=1000,gid=1000,umask=002 0 0
Beispiel für ext4-Partition „/dev/sda5, UUID=d92ad414-04b8-4e18-8bb6-4d7c8302158c“:
UUID=d92ad414-04b8-4e18-8bb6-4d7c8302158c /mnt/sda5 ext4 defaults 0 0
Du drückst dann STRG + X, dann „Y“, um den geänderten Puffer zu speichern und dann ENTER.

Danach startest du deinen PC einmal neu und alle Partitionen, die du gemountet hast, soltlen jetzt erkannt werden.
Viel Spaß mit deinen ordentlich gemounteten Festplatten!


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